Eco construction
Institut Européen de l’expertise et de l’expert
Sitz : Postanschrift : EEEI Jean-Raymond LEMAIRE - 38, rue de Villiers - 92532 Levallois-Perret cedex - France Tel : +33(0)1 41 49 07 60 - Fax : +33(0)1 41 49 02 89
Site : http://www.experts-institute.eu
Letzte Aktualisierung : 28 - 11 - 2017
Retour accueil
Startseite >> Projekte >> EUREXPERTISE

EUREXPERTISE

Das Projekt EUREXPERTISE

EINLEITUNG : (Auszug aus dem Abschlussbericht von EUREXPERTISE vom 30. Juni 2012, alle Rechte vorbehalten EEEI © 2012)

Das Projekt EUREXPERTISE hatte zum Ziel, nach einer umfassenden Erhebung und objektiven Analyse der Regelungen und Praktiken im zivilen Sachverständigenwesen im Gebiet der gesamten EU, den europäischen Institutionen eine einvernehmliche Reform vorzuschlagen, um die festgestellten Diskrepanzen zu reduzieren.

Die durchgeführten Arbeiten zur Erreichung dieses Ziels basierten auf drei Grundlagen :

  • Eine Bestandsaufnahme der Regelungen und Praktiken der 27 Mitgliedstaten der Europäischen Union ;
  • Ein Kolloquium zur Diskussion der erreichten Ergebnisse und der Übereinstimmungsansätze für einen Vorschlag ;
  • Organisation einer Konsenskonferenz mit dem Ziel der erneuten Validierung der möglichen Beiträge dieses methodischen und wissenschaftlichen Ansatzes im Hinblick auf die Probleme von Sachverständigen in Europa.

1. BESTANDSAUFNAHME DER REGELUNGEN UND PRAKTIKEN : Eine erste Bestandsaufnahme, initiiert von der französischen Cour de cassation und durchgeführt durch das Netzwerk der Präsidenten der höchsten Gerichte, wurde auf der Grundlage eines Fragebogens mit den folgenden Themen realisiert :

  • Modalitäten der Entscheidung für ein Sachverständigengutachten
  • Auswahl und Bestellung des Sachverständigen
  • Inhalt der Aufgabenstellung des Sachverständigen
  • Ablauf des Sachverständigengutachtens (kontradiktorisches Verfahren, mögliche Entwicklungen,…)
  • Vergütung
  • Erstattung des Gutachtens und dessen Wirkungen
  • Statuten, Berufsrecht, Kompetenzen und Haftung des Sachverständigen
  • Bibliographie.

Die Gruppe des Projekts « Eurexpertise », bestehend aus 17 aktiven europäischen Mitgliedern (hohe Richter, Rechtsanwälte, Juristen und Sachverständige), hat sich ungefähr alle sechs Wochen für halbe oder ganze Tage getroffen. Dies gemeinsamen Arbeiten wurden vervollständigt und bereichert durch individuelle Berichte von Mitgliedern der Gruppe und von Korrespondenten eines jeden Staates.

Im Einzelnen wurde Folgendes verwirklicht :

  • Eine Bestandsaufnahme, die von den Fragebögen ausgehend durch einen umfassenden Austausch mit jedem Land vervollständigt wurde ;
  • Verständnis und Analyse der erhaltenen Antworten ;
  • Die Verfassung eines Merkblatts für jeden Staat, das entsprechend eines Schemas der Arbeitsgruppe strukturiert war* ;
  • Entwicklung einer Synthesetabelle (28 Staaten : EU + Norwegen) und vergleichende Analyse der bestehenden Verfahren und Praktiken ;
  • Identifizierung möglicher Übereinstimmungsansätze ;
  • Sammlung von Kommentaren von Richtern, Sachverständigen und Rechtsanwälten zur Rechtspraxis des Sachverständigenwesens in den unterschiedlichen Staaten, um eine möglichst weitgehende Verständigung zu garantieren ;
  • Die Vorbereitung der Arbeiten des Kolloquiums in Brüssel im März 2012 und der einzelnen Arbeitstreffen.

*Die Merkblätter eines jeden der 27 Mitgliedstaaten der EU sowie von Norwegen werden in der Rubrik Sachverständigenwesen präsentiert.

PROJEKT EUREXPERTISE

Unser wichtigstes Projekt ist zurzeit EUREXPERTISE.

Das Ziel ist es, Vorschläge an die Generaldirektion Justiz der Europäischen Kommission zu richten, die eine Harmonisierung der Regeln zum Sachverständigenwesen, zunächst des zivilrechtlichen, und der Regeln zum Status des Sachverständigen in der Europäischen Union beinhalten.

Die Grundzüge des Projekts sind die Folgenden :

1. Nachzeichnung der Verfahren des Sachverständigenwesens und der verschiedenen Stellungen der gerichtlichen Sachverständigen ;
2. Vorschläge für eine Harmonisierung ;
3. eine Debatte im Rahmen eines europäischen Kolloquiums ;
4. Vorschläge für Wege einer zurückhaltenden Harmonisierung und für die Art wie man diese der Kommission in Brüssel vermittelt.

Die Erfassung der Verfahren und des Status der Sachverständigen wurde durch die französische Cour de cassation realisiert. Hierzu wurde ein Fragebogen zum Sachverständigenwesen und zum Status des Sachverständigen an die anderen 26 höchsten Gerichte verschickt. Bis zum heutigen Tag haben wir 21 Antworten erhalten.

Frankreich / Belgien
Zypern / Italien
Luxemburg / Polen
Großbritannien / Dänemark
Ungarn / Lettland
Niederlande / Österreich
Bulgarien / Griechenland
Litauen / Norwegen / Rumänien
Schweden / Tschechien
Deutschland / Irland / Malta

Wir haben uns entschlossen, diese Erhebung auf die höchsten Verwaltungsgerichte auszuweiten.

Eine Arbeitsgruppe wurde mit dieser Aufgabe beauftragt.

Für das Kolloquium wurde der Termin auf den 16. und 17. März 2012 in Brüssel gelegt und es wird durch den belgischen CNEJ (Collège national des experts judiciaires) und die Gründungsmitglieder des Instituts organisiert.

Im Hinblick auf die Methode, stützen wir uns auf zwei Erfahrungen mit der Konsenskonferenz :

  • Einer Durchführung unter Präsident Alain NUEE, vor etwas mehr als zwei Jahren, die hauptsächlich dazu bestimmt war, den französischen Richtern die beste Praxis zur Benennung von Sachverständigen und der Nachvollziehung ihrer Arbeit vorzuschlagen ;
  • Eine Verwendung Ende 2010 durch den CNEJ (Belgien) mit der methodologischen Unterstützung von Alain NUEE, um zu versuchen, den Status des Sachverständigen in Belgien zu definieren. Die Ergebnisse dieser Konferenz werden im Mai 2011 veröffentlicht.

Levallois-Perret, 7 Juli 2011

Jean-Raymond LEMAIRE 
Präsident

Dokumente

  • Eurexpertise Final report English (pdf 2.9 MB) Download
Institut Européen de l’expertise et de l’expert
Sitz : Postanschrift : EEEI Jean-Raymond LEMAIRE - 38, rue de Villiers - 92532 Levallois-Perret cedex - France Tel : +33(0)1 41 49 07 60 - Fax : +33(0)1 41 49 02 89